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Die Tarifkampagne von ver.di für Auszubildende im Friseurhandwerk mit dem Ziel, höhere Ausbildungsvergütungen und bessere Ausbildungsbedingungen zu erreichen.

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Von BergKÄMMEN und FÖHNlagen zum FrohLOCKEN

Auch am Alpenrand stehen einem beim Friseurgewerbe wortwörtlich die HAARE ZU BERGE, wenn man sich vor Augen hält, wie gering die Auszubildendenvergütung im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten in der Region ist. "BESSER ABSCHNEIDEN!" ist deshalb auch in Rosenheim angesagt. An der Staatlichen Berufsschule I der kreisfreien Voralpenstadt, in den beiden Klassen des ersten Lehrjahres für das Friseur/-innenhandwerk, war daher der Kollege Florian Pollok von ver.di im Rahmen des Sozialkundeunterrichts zu Besuch. Ein Dank an dieser Stelle an die Fachbetreuerin, die diesen Besuch ermöglichte.

Befragt nach ihren Vorstellungen zu den Bedingungen während der Lehre gaben die Azubis gleichermaßen an, dass sie gern deutlich mehr Geld hätten, bessere Arbeitszeiten, bessere Qualifizierungsmöglichkeiten, mehr Urlaub und auch bezahlte Ausbildungsmittel. Ebenso teilten sie mit, dass ihnen wichtig ist später einmal gesund in die Rente zu gehen und überhaupt eine zu bekommen. Alles Wünsche, die jede_r der beiden Klassen unterstreichen konnte. Dass die Arbeitgeber hierzu andere Vorstellungen haben könnten wurde ihnen schnell bewusst, als die Frage aufkam, wie die das wohl einschätzten. Das Grundgesetzlich verbriefte Recht auf Koalitionsfreiheit und damit verbunden die Möglichkeit für ihre Interessen Druck in Form von Streik aufmachen zu können war für die Auszubildenden eine Möglichkeit, die sie bislang nicht ins Auge gefasst hatten. Waren sie doch bislang lediglich einGEFÄRBT von den Pflichten, die sie haben - heute ging es um ihre Rechte: Wie gut, dass es den Sozialkundeunterricht gibt und Tarifverträge und deren Zustandekommen darin Bestandteil sind. Als den Azubis klar wurde, dass sie nicht nur die Option haben zu hoffen, dass irgendwelche Regierenden "mal was machen" oder als Bittsteller einzeln zu den jeweiligen Chefs betteln zu gehen, wurde rege diskutiert, ob es nicht Sinn machen würde sich für die eigenen Interessen zu organisieren.

YES, WE KÄMM! war die einhellige Einschätzung und ein großer Teil sagte zu an dem Projekt "3000 für einen Tarifvertrag" mitmachen zu wollen und sich in ver.di zu organisiseren. Sie haben damit HAARSCHARF kombiniert und treffen eine Entscheidung für ihr ganzes Leben: Besser mit Tarif.

So gibt es nun auch Hoffnung, dass in BergKÄMMEN wie den Alpen demnächst die FÖHNLAGE nicht das einizge sein dürfte, das in einigen Köpfen zu veränderter Gefühlslage führt. Und hoffentlich wird dann im nächsten Jahr das Christkind zu Weihnachten auch bei den Azubis der Branche mehr zu FrohLOCKEN haben, wenn es um so was banales wie Weihnachtsgeld für Geschenke geht.